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Startup-Gründung

Laut einer Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM bleibt die Gründung eines Startup-Unternehmens in Deutschland die große Ausnahme. BITKOM-Vizepräsident Ulrich Dietz fehlt es hierzulande an der richtigen Einstellung: "Gründen sollte eine Selbstverständlichkeit sein und nicht die seltene Ausnahme. Vor allem bei Jüngeren müssen Interesse und Bereitschaft für eine Gründung gesteigert werden."

Startups bieten Chancen

Demzufolge wissen 68 Prozent der Deutschen nicht, was ein Startup ist. Von den übrigen 32 Prozent kann sich jeder fünfte 14 bis 64-Jährige vorstellen, selbst einmal ein Unternehmen im Internet oder IT-Umfeld zu gründen. 34 Prozent derer, die wissen was ein Startup ist, würden zudem nahestehenden jungen Menschen raten, selbst ein IT- oder Internet-Unternehmen zu gründen. 39 Prozent würden Ihnen zumindest empfehlen, einmal in einem Startup zu arbeiten. "Startups bieten nicht nur Gründern tolle Chancen. Dank flacher Hierarchien hat auch jeder einzelne Mitarbeiter beste Chancen sich zu engagieren, seine Talente und Fähigkeiten weiterzuentwickeln und seine Ideen umzusetzen", so Dietz.

Bessere Finanzierung

Auch Bundeskanzlerin Merkel plädiert in ihrem Video-Podcast vom 17.05.2014 für eine bessere Finanzierung von Startups. Dabei zieht sie den Vergleich zu den USA und sieht in Deutschland eine fehlende Kultur der zweiten Chance. Scheitern würde hierzulande viel zu oft mit dem Untergang gleichgesetzt, obwohl eine zweite oder sogar dritte Chance etwas Selbstverständliches sein sollte. In Bezug auf die Anfangsfinanzierung sieht Merkel Handlungsbedarf bei den steuerlichen Rahmenbedingungen für Startups. Allgemein sollte eine Stärkung der Marktmacht im Fokus stehen, damit Unternehmen auch hier größer werden können und nicht woanders hinziehen. Gerade im digitalen Bereich würden kleine, erfolgreiche Unternehmen schnell von internationalen Konzernen aufgekauft.

Ziel erreicht

Deutschland hat sein Ziel erreicht, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Forschung und Entwicklung zu investieren. Laut Merkel wird eine weitere Aufstockung auf vier Prozent momentan nicht angestrebt. Stattdessen hoffe sie auf ein gutes Wirtschaftswachstum. Dies hätte zur Folge, dass zunächst jährlich mehr investiert werden müsse, um die jetzigen drei Prozent zu halten.

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Redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt