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Brachliegende Potenziale

23.04.2014 – Der Mittelstand investiert zu wenig in Innovationen. Grund dafür ist wesentlich eine für mittelständische Unternehmen erschwerte Finanzierung. Wie der Mittelstand seine Innovationen finanziert, zeigt das Mittelstandspanel der KfW.

Motor des Wachstums

Insbesondere ein rohstoffarmes Land wie Deutschland ist auf seine Innovationen angewiesen. Mit verbesserten Produkten und Produktionsverfahren wird die Wettbewerbsfähigkeit erhöht und das langfristige Wirtschaftswachstum gefördert. Für den Mittelstand und auch kleine Unternehmen wird es zunehmend schwerer, Innovationsprojekte zu finanzieren. Daher können Sie nicht mit den Innovationsleistungen großer Unternehmen mithalten und ihre Innovationskraft entfalten.

Traditionell bankenorientiert

Das Mittelstandspanel sieht ein wesentliches Problem in dem traditionell bankenorientierten Finanzsystem in Deutschland. Innovationen bringen unsichere Erfolgsaussichten mit sich, die externe Geldgeber wie Banken abschrecken. Zudem bestehen die Investitionskosten meist zu einem Großteil aus Personalkosten. Es gibt also nur wenige Sachanlageinvestitionen, die den Banken Sicherheiten bieten. Auch weil kleine und mittelständische Unternehmen bei Scheitern eines Vorhabens häufig in existentielle Nöte geraten, stellen sie für Geldgeber risikoreiche Investitionen dar.

Innovation durch interne Mittel

All dies führt dazu, dass kleine und mittelständische Unternehmen ihre Innovationen in den meisten Fällen mit internen Mitteln wie laufendem Cash Flow, Rücklagen oder Barreserven finanzieren. Nur sieben Prozent der Innovationsaufwendungen werden durch Bankkredite finanziert. Die KfW sieht in den Problemen, Innovationen finanzieren zu können, „ein Brachliegen wichtiger Potenziale“, das auf Marktunvollkommenheiten hindeute. Innovationsförderung sei daher eine wirtschaftspolitische Daueraufgabe.

Redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt